Was hat es mit der relativen Luftfeuchte auf sich?

Die Sache mit der relativen Luftfeuchte ist eigentlich ganz einfach. Die Regel lautet umso wärmer die Luft ist, umso mehr Feuchtigkeit (also Wasser) kann sie aufnehmen. Es hängt natürlich auch noch von anderen Faktoren wie dem Luftdruck ab, aber darauf gehen wir jetzt nicht näher ein.

Aber was bedeutet das jetzt. Nehmen wir mal an, 1m³ Luft hat bei einer Temperatur von 20°C ca. 10ml aufgenommen.  Wenn sich die Temperatur jetzt z.B. auf 30°C erhöht, wären es bei der gleichen relativen Luftfeuchte schon 18ml Wasser pro m³. Das heißt wenn das Hygrometer 60%RF bei 20°C anzeigt ist darin deutlich weniger Wasser enthalten als bei 60%RF und 30°C.

Deswegen laufen auch Fenster oder Brillen an.

Das ist übrigens auch der Grund warum Fenster oder Brillen anlaufen. Eine Brille läuft ja meistens an wenn man in einen warmen Raum geht. Jetzt denkt man sich warum läuft denn da die Brille an, warme Luft kann doch mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte und ich bin ja vom kalten gekommen. Stimmt, aber die Brille ist kalt. Da Glas die Kälte etwas speichert und die warme umgebende Luft sofort abkühlt, muss diese darauf hin Feuchtigkeit abgeben. Da kalte Luft nicht so viel Wasser speichern kann wie warme Luft, gibt diese Feuchtigkeit ab, welche sich an den Brillengläsern ablagert.

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