Messen der Wandfeuchte

Feuchte Wände sind immer ein Ärgernis, ob sie von einem Wasserrohrbruch, einer undichten Silikonfuge oder einem extrem schlechten Lüftungsverhalten kommen spielt dabei erst mal keine Rolle. Bei allen drei Ursachen bildet sich vermutlich Schimmel. Bei einer starken lokalen Ursache ist das ganze relativ schnell auffindbar, da sich eventuell die Wand aufgrund der Nässe verfärbt oder als erstes Schimmel entsteht. Wenn man nun aber nachmessen will wie feucht die Wand ist und wie weit sich die Feuchtigkeit ausbreitet, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät.

Zwei Arten von Feuchtemessgeräten


Für das Messen der Wandfeuchte gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt zwei Messgeräte welche für den Heimgebrauch am gängigsten sind. Das eine hat eine walnussgroßen Metallkugel vorne dran, wie das hier abgebildet TROTEC BM31.


Sowie Messgeräte mit zwei Metallspitzen welche sich in Putze, Gipskartonplatten oder auch Holz eindrücken lassen.


Meine Erfahrungen zeigen, dass beide Geräte ihre Daseinsberechtigung haben.

Das erste ist z.B. auch für harte Materialien wie Steine, Beton und Estrich geeignet. Wobei man hier aufpassen sollte, dass man nicht auf einem Bewährungseisen des Betons misst da sich sonst die Werte verfälschen könnten.

Bei den Modellen welche ich bereits in den Fingern hatte (hatte leider schon zu viele Wasserprobleme) war es so, dass man es eingeschaltet hat und kurz in der Luft „kalibriert“ hat. Anschließend konnte man an der feuchten Stelle messen.  Die Skalen der Geräte gingen dann entweder von 0-99 oder auch von 0-199. Das kommt auf das Gerät an. Hat man eine feuchte Wand wird noch ein Wert angezeigt, wie es z.B. bei feuchten Wänden im Schlafzimmer oder am Rand eines Wasserschadens der Fall ist. Misst man jedoch auf einer nassen Wand, wie sie bei einem Rohrbruch auftritt, wird die Skala überstiegen und die Geräte zeigen Vollausschlag an. Dann besteht auf jeden Fall dringender Handlungsbedarf.

Geräte mit Messkugel

Geräte mit der Messkugel sind nach meinem Eindruck sehr feinfühlig, haben aber den Nachteil, dass sie relativ teuer sind. Unter 50€ geht hier nichts. Ein aktuelles Geräte findet ihr hier*.

Geräte mit Spitzen

Das Gerät mit den beiden Spitzen funktioniert ähnlich. Die Spitzen müssen etwas in die Wand gedrückt werden was bei normalen Putz auch kein Problem ist. Es zeigt dann in der Regel einen Wert in % an. Das  Verhalten ist ähnlich zu den anderen Geräten, d.h. bei nassen Wänden bekommt man sofort einen Vollausschlag. Wohin man bei nur leichten Feuchteerscheinungen einen sehr geringen Ausschlag bekommt. Das Gerät welches ich besitze hat zwei Skalen, eine für Holzfeuchte und eine für die Wandfeuchte. Die Geräte mit den Messspitzen sind außerdem sehr günstig. Man bekommt hier brauchbare Geräte für ca. 20€. Sie genügen um feuchte Stellen oder Wasserschäden zu begutachten und den Verlauf der Trocknung zu beobachten.

Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie geringe Feuchteerscheinungen nicht so genau auflösen. Ein aktuelles Geräte findet ihr hier*.

Fazit:

Mein Fazit ist, dass für den normalen Hausgebrauch die Geräteart mit den zwei Messspitzen ausreichend ist. Um Wasserschäden-Verläufe oder Feuchtigkeit zu messen reichen diese aus. Wer allerdings niedrigere Feuchte oder auch harte Materialien wie Beton und Estrich messen will, sollte auf die andere Geräteart setzen.

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