Gründe für feuchte Wände

Die Gründe für feuchte Wände sind recht vielfältig, der häufigste Grund dürfte wohl falsches Lüften sein. Am besten man hat in den Problemräumen Hygrometer stehen. Hierzu zählen auf jeden Fall das Schlafzimmer und das Bad. Weiterhin sind tote Ecken und eventuell Kellerräume gefährdet. Man sollte auf eine ausreichende Querlüftung achten um die Feuchte regelmäßig nach außen zu transportieren. Beobachten kann man diesen Vorgang am besten nach dem Duschen, da dann oft das komplette Bad beschlagen ist. Nach 10 Minuten lüften ist aber wieder alles weg. Hier sieht man schön wie das Lüften die Feuchtigkeit nach Außen trägt.

Ein weiterer Grund sind zu kalte Räume in welche Feuchtigkeit eingebracht wird. Hier ist z.B. das Schlafzimmer ein gutes Beispiel. Kalte Luft kann nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen welche sich deshalb wo anders ablagert. Sie sie geht somit in die Wand über. Wenn man jetzt lüftet und der Raum schon relativ kalt ist, kann die kalte Luft im Raum keine Feuchtigkeit aufnehmen da die Luft schon gesättigt ist. Es bleibt also ein großer Anteil der Feuchtigkeit in der Wand. Falls sich jetzt jemand die Frage stellt wie kalt zu kalt ist, lässt sich das natürlich wie fast alles nicht so einfach beantworten. Es kommt auch darauf an wie gut man lüftet. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass mittel gutes Lüften bei 16°C Raumtemperatur zu Problemen führen kann, wohingegen bei gleichem Lüften und 18°C Raumtemperatur weniger Probleme auftreten.

Weitere Ursachen von Feuchtigkeit im Haus

Weitere Ursachen von Feuchtigkeit in den Wänden oder im Haus lassen sich eventuell  nicht mehr so einfach beheben. So ist es möglich, dass Feuchtigkeit vom Keller durch die Bodenplatte in die Wände aufsteigt. Es liegt dann vermutlich ein Schaden an der Abdichtung vor. Mitbekommen tut man dies leider erst relativ spät. So kann sich im Keller oft unbemerkt Schimmel bilden oder es lockert sich der Putz von der Wand.

Weiterhin hat so ziemlich jedes Haus Leitungsdurchführungen nach außen. Wurde dabei nicht sauber gearbeitet, dringt an diesen Stellen etwas Feuchtigkeit mit in die Wand.

Neben den baulichen Mängeln gibt es natürlich auch die klassischen Wasserschäden, als bekanntesten würde ich hier mal den Rohrbruch nennen. Ist dieser in der Zuleitung, welche ständig unter Druck steht, also kontinuierlich Wasser ausläuft, wird man das sehr schnell merken. Dann hat man ein relativ großes Problem welches schnellstmöglich beseitigt werden sollte. Es kommt aber auch vor, dass der Rohrbruch in der Abwasserleitung ist z.B. an einem Waschbecken was kaum benutzt wird wie eventuell das Gästeklo. Hier tropft immer nur etwas Wasser aus der Leitung wenn das Waschbecken benutzt wird und es findet eine schleichende Bewässerung der Wand statt. Auf so etwas zu kommen ist eher schwierig. Am besten ist es wenn man weiß wo seine Leitungen laufen und man die nasse Stelle dann mit einem Messgerät auf den Leitungsweg eingrenzen kann.

Zu einem Rohrbruch zählen auch die Leitungen der Heizung. Diese sollten somit nicht vergessen werden. Sie führen ebenfalls Wasser und können genauso undicht werden wie andere Leitungen.

Was auch noch ein Klassiker unter den Wasserschäden ist, sind undichte Silikonfugen. Reißt über die Jahre die Silikonfuge in der Dusche auf, dringt Wasser unter die Duschwanne. Je nachdem wie lange es dauert bis dies bemerkt wird, kann einiges an Waser unter der Duschwanne verschwinden. Es geht dann in die seitlichen Wände und in den Boden. Je nachdem in welchem Stockwerk ihr euch befindet, fängt es dann irgendwann in der Wohnung darunter das Tropfen von der Decke an.

Fazit:

Lüften, Lüften, Lüften und darauf achten das es nicht zu kalt im Raum ist. So ca. 18°C sollte ein Raum schon haben. Falsches Lüften ist meiner Meinung nach die häufigste Ursache für feuchte Wände. Dies tritt vor allem im Schlafzimmer, Bad oder dort wo Wäsche getrocknet wird auf. Besser man lüftet in den kalten Monaten lieber mehrmals am Tag und dann nur kurz. Außerdem sollte man das Fenster nicht kippen (außer im Waschkeller), sondern lieber mit Durchzug lüften, d.h. in mindestens zwei Zimmern lüften, sodass die Luft durch den entstehenden Luftzug besser ausgetauscht wird.

Gleich danach kommen defekte Silikonfugen. Es lohnt sich also diese jedes halbe Jahr mal zu kontrollieren. Oft liegen sie nur noch an der Wand an und der Defekt ist auf den ersten Blick nicht sichtbar.

Alle anderen Ursachen sind dann größere Probleme welche sich auch nicht so einfach beseitigen lassen. Hier sollte dann genau analysiert werden wo das Problem herkommt.

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